Männertag 2022

Nun haben wir auch nach der „Pause“ den Männertag in gewohnter Art und Weise begehen können. Im wahrsten Sinn des Wortes trafen wir uns gegen Mittag bei unseren diesjährigen Gastgebern Tom und Axel in Langenau. Diesmal mit einer stattlichen Teilnehmerzahl von 24 Männern, dank guter Vorbereitung hatte jeder sein „Mitbringsel“ vorgegeben bekommen, sodass es uns an nichts fehlte. Das erste Mal waren auch gute, „alte“ und neue Freunde von den Bogenschützen dabei, ich glaube das wird kein Einzelfall bleiben, wie schon bei unserem Wanderwochenende. Dort übernahm wohl auch in bewährter Art und Weise Ralph S. das Zepter zum Verteilen der aufgegeben „Mitbringsel“.

Nachdem alle angekommen waren und alles verstaut war, ging es unter bewährter Wanderführung von Jörg S. los, es war ein kleiner Rundkurs (9 Kilometer) geplant, das Wetter war wie immer optimal. Unterwegs gabs auch die eine oder andere Möglichkeit, die Rucksäcke zu erleichtern von den nicht geplanten „Mitbringseln“. Natürlich hinterließen wir keinerlei „Spuren“. 

Wieder bei Axel und Tom angekommen, erwartete uns eine schöne Kaffeetafel mit allerlei Kuchen und Torten, alle selbst gebacken! Diesmal hat Tom traditionsgemäß seine legendäre Eierscheckentorte und Axel einen Eierschecken/Obst-Blechkuchen gefertigt. Von allen Kuchen und Torten gab es nur noch Krümel zum Mitnehmen. Einige von uns nutzten noch den Beachplatz am See in Langenau um sich sportlich zu betätigen, andere unterhielten sich bei einem Bierchen miteinander, gegen 18 Uhr wurde dann der Grill und seine Zutaten ordentlich aufgebaut. Da sich so eine Runde schwer optimal kalkulieren lässt, war  

vorgesorgt mit Plastikbehältern zum Mitnehmen. 

Unser Dank gilt an dieser Stelle den beiden Grillmeistern Jörg S. und Axel! In geselliger Runde am Lagerfeuer klang dann der Männertag lange nach Mitternacht aus. Es war ein perfekter Tag und Abend gewesen dank aller! Auch möchte ich mich bei Axel und Tom recht herzlich für Ihren Einsatz und Bereitstellung der Örtlichkeit bedanken.

Da, wie Ihr wisst, so etwas ohne Planung nicht funktioniert steht im Kalender 2023 Männertag schon drin: Erlebnisbahnhof Markersdorf bei Chemnitz.

Uwe G.

Aus aktuellem Anlass

Guten Tag zusammen,

wie Ihr sicher aus den Medien vernommen habt, werden die „Lichter“ in den Sport- und Schwimmhallen wieder ausgemacht. Wenn’s so bleibt bis zum 12.12.2021. Danach ist hoffentlich der reguläre Sportbetrieb wieder möglich. 

Es wird ja zur Zeit sehr viel über die Hauptursache der Situation gesprochen und wir wollen das als Anreiz nehmen, um noch ein paar Argumente anzubringen, dass Ihr euch doch noch impfen lasst, wenn noch nicht geschehen.

Neben noch drastischeren Einschränkungen der Lebensqualität, gefolgt vielleicht auch von jobseitigen Einschränkungen wünschen wir uns einfach, dass dem Ganzen endlich ein Ende bereitet wird und wir uns wieder auf ein normales Leben mit Freunden, Sport usw. freuen können.

Euch allen eine (trotzdem) schöne Zeit bis dahin. Bleibt gesund!

Der Vorstand, Markus, Jens, Ron und Uwe  

Queeres Tischtennisturnier

Am 26.10. war es nun nach langer Planung endlich soweit – um die 20 Menschen aus different people e.V., Queerschläger e.V. und LSVD trafen sich zu einem Tischtennisturnier in der Sachsenhalle. In zwei Levels, Anfänger und Fortgeschrittene, fanden viele interessante Partien statt. Neben dem Sport stand auch der Austausch zwischen den Menschen aus drei Vereinen im Mittelpunkt. Und welche Überraschung – völlig egal, ob trans, bi, lesbisch, schwul, oder gar hetero – es sind alles nette Menschen, die sich gut verstehen. Die leckere Verpflegung vom Mitbringbüffet trug dazu natürlich ganz wesentlich zum gelungenen Tag bei. Nach spannendem Wettkampf gab es viele Sieger, aber nur für die Allerbesten auch Preise, die von „Dominos“, „DM Drogerie“ und „Bruno Banani“ gesponsert und von Vertretern der drei Vereine überreicht wurden.

Unser Dank gilt auch dem Sportamt der Stadt für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung der Halle, der Hausmeisterin vor Ort für die tolle Unterstützung und auch dem CWSV für die Nutzung ihrer Tischtennis-Platten.

Beteiligte Vereine:

Ordentliche Mitgliederversammlung 2019

Wie schnell ein Jahr vergeht. Am 08. Februar war es wieder soweit. Mit 26 Seiten Versammlungsunterlagen hatte der Vorstand alle Mitglieder im Voraus „bedacht“. Die Ladung erfolgte nach Satzung fristgemäß. 25 Mitglieder waren am Freitagabend im Haus des Gastes (Zwickauer Straße 485) in Chemnitz versammelt. So konnte die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung als wichtiges Kriterium festgestellt werden. Der Vorstand (Bert, Tobias und Michael) legte Rechenschaft über das Vereinsleben ab. Es folgten Finanz- und Kassenprüfberichte.

Die Diskussion zu den Berichten zeigte, dass durchaus unterschiedliche Wahrnehmungen das Vereinsleben reflektieren. Die finanzielle Stabilität des Vereins steht außer Frage, die Kassenprüfung empfahl die Entlastung des Vorstands, was unmittelbar darauf einstimmig beschlossen wurde. Den scheidenden Vorstandsmitgliedern wurde Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Für den neuen Vorstand fanden sich vier Mitglieder, welche aus der Mitgliederversammlung heraus als Kandidaten benannt wurden. In den Vorstand wurden mehrheitlich gewählt: Uwe G., Markus L., Ronald Sch. und Jens N.

Wir gratulieren euch zur Wahl und wünschen ein gutes Vereinsleben 2019 und darüber hinaus.

Zu Kassenprüfern wurden gewählt: Ronny K. und Thoralf S. Im weiteren Verlauf wurde der Haushaltentwurf 2019 besprochen und beschlossen, die Mitgliedsbeiträge unverändert zu lassen. Der Haushaltentwurf 2019 wurde einstimmig beschlossen.

Der folgende Gedankenaustausch zielte vor allem auf die gemeinsame Nutzung alle Ressourcen, besonders im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, um junge Menschen für unseren Verein zu gewinnen.

Der abschließende Dank an Michael (Versammlungsleitung), Frank (Protokoll) und Axel (Leitung der Wahlen) beendete den offiziellen Teil der Versammlung.

Autor: Axel

Rabenberg-Wochenende 2018

Am 18./19. August fanden wieder einmal das „Rabenberg-Wochenende“ statt. Es waren diesmal 42 TeilnehmerInnen. Da sich leider nur 14 Volleyballer einfanden, gab es kein entsprechendes Turnier.

Die Schwimmer waren die zahlenmäßig stärkste Gruppe.Dies lag sicher auch daran, dass Bjoern von den RL sich hierfür besonders engagiert hat. Es waren erfreulicherweise viele (sogar überwiegend) „Neulinge“ dabei, alle von den Rosa Löwen. Natürlich wurden auch Badminton und Tischtennis gespielt und die „Wandersleut“ waren auch wieder unterwegs.

Am Samstag Abend fand auch wieder die Party in der Gaststätte des Hauses 3 statt. Insgesamt hatten wir ein ausgewogenes und sehr schönes Wochenende. Es war für jeden etwas dabei. Als Ausblick und Anreiz für 2019 haben wir (neben den bewährten Aktionen) unter anderem vor, ein spezielles Volleyballtraining anzubieten.

Das nächste „Rabenberg Wochenende“ ist vom 02. 08. bis 04.08. 2019 geplant.

Uwe/Marcus

 

Ligaturnier 2018 in Berlin.

Nachdem sich die Queerschläger 2016 heldenhaft ins B-Level hochgekämpft hatten und im Folgejahr weniger heldenhaft auf die weitere Teilnahme am Turnierbetrieb verzichteten, ging es dieses Jahr wieder bei null los. Das heißt, Neuanfang im C-Niveau mit Mannschaften aus Bielefeld, Berlin und Köln. Weil das Teilnehmerfeld in der Planungsphase auf nur fünf Mannschaften geschrumpft war, einigte man sich auf zwei Spieltage, der erste davon sollte in Berlin stattfinden. Planung und Vorbereitung der Reise dorthin verliefen reibungslos, neben sechs Queerschlägern kam Holger aus Jena mit, um das Team zu komplettieren.

Das erste Spiel hatten wir gegen die Liebefeld Lions aus Bielefeld. Anders als es der Name vermuten lässt, war das keine Mannschaft, vor der man sich fürchten musste. Doch der Gegner führte. Egal wie viele Punkte wir sammelten, die Lions hatten immer ein paar mehr. Ratlosigkeit. Lag es an der morgendlichen Müdigkeit? Immerhin war es erst kurz vor elf. Oder die drückende Schwüle? In einer Auszeit in der Satzmitte hat uns Trainer Sascha nochmal erklärt, wie man Volleyball spielt. Und von da an lief es. Wir konnten den Satz noch drehen und sogar ziemlich deutlich gewinnen. Im zweiten Durchgang hatte ein Aufstellungsfehler zu Satzbeginn den Kontrahenten sichtlich aus dem Konzept und um jede Siegchance gebracht. Das ließ uns Kräfte sparen, die wir vielleicht anderswo nötiger brauchten.

Das war im zweiten Spiel gleich der Fall, gegen die Vögel(n) aus Berlin. Auch hier lässt der Name anderes vermuten, doch die Typen waren keine Spaßvögel(n) und nicht zum Spaß hier. Sie wollten das Turnier gewinnen und haben gleich mal losgelegt. Der Anpfiff war noch nicht ganz verhallt, da stand es schon 11:2. Gegen uns. Und die Punkte waren keine Geschenke an den Gastgeber, sondern solides Volleyball des Rivalen. So, wie wir eigentlich auch spielen können. Warum tun wir es nicht? Nochmal musste Sascha definieren, wie es geht. Und dann kamen auch unsere Angriffe. Steigbälle, ansatzlos geschlagen von Holger. Oder die zornigen Raketen von Sascha selbst, dorthin gefeuert, wo es richtig weh tut. Die Berliner Attacken prallten nun immer häufiger wirkungslos an unserem Block ab, das hat den Widersacher beeindruckt. Punkt für Punkt haben wir uns herangekämpft und dann, kurz bevor der Gegner das Ziel erreichte, das scheinbar Unmögliche geschafft – ein 17:23 zum eigenen Sieg gewandelt. Im zweiten Satz haben sich die Duellanten mal gegenseitig gezeigt, was alles in ihren Waffenarsenalen schlummert. Atemberaubend. In einer fesselnden Partie sind wir Kopf an Kopf zur Ziellinie gestürmt, die dann die Berliner Vögel leider als erster erreichten. Ein Super-GAU. Ein dritter Satz in der inzwischen brütenden Sommerhitze einer ungelüfteten Turnhalle. In diesem Entscheidungssatz ist den (Spaß)vögel(n) dann auch ein bisschen die Puste ausgegangen, so dass wir letztendlich ungefährdet den Sieg davontrugen.

Das dritte Spiel brachte uns mit einer zweiten Bielefelder Mannschaft zusammen, die etwas motivierter und zielstrebiger agierte, als die Lions zuvor. Aber auch das war nicht genug, um mit der inzwischen hellwachen Chemnitzer Mannschaft mithalten zu können. In völlig ungezwungener Atmosphäre konnten wir dem Gegner die Früchte jahrelangen Trainings präsentieren, dabei hatte auch unser Trainer seinen inneren Frieden wieder gefunden.

Und das vierte Spiel war nur noch reine Formsache. Der Konkurrent – die Rheinschläger aus Köln, junge und wilde Burschen, aber noch etwas unerfahren in Sachen Volleyball. Mit halber Kraft und voller Hingabe, so wie die Schlange mit dem Kaninchen, haben wir mit ihnen gespielt, und allen Beteiligten hat es offensichtlich Spaß gemacht.

Der erste Spieltag war somit ein voller Erfolg. Das müssen wir demnächst in Bielefeld wiederholen, dann sind wir wieder drin im B-Niveau. Oder auch nicht, wer weiß das schon…

Frank M.

Ergebnisse der Liga: http://schwuleliga.de/ergebnisse/

 

Volleyballliga-Spieltag, Tischtennistermine

Erster Volleyballliga-Spieltag

Endlich ist es soweit. Nach einigen Verzögerungen können wir nun dem ersten von diesmal nur zwei Spieltagen in der Saison entgegen fiebern.

Wir treten die Reise nach Berlin an und hoffen uns eine gute Ausgangslage für den Gruppensieg erarbeiten zu können.

Tischtennistermine

In unserem Verein spielen wir einmal monatlich Tischtennis im Sportcenter im Stadtpark.

Die nächsten Termine sind wie folgt:

  • Sonntag, 08.04.2018
  • Sonntag, 06.05.2018
  • Sonntag, 03.06.2018

Wir spielen jeweils von 16:00 bis 18:00 Uhr.

 

Der Vorstand

Queeres Tischtennisturnier

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Im Rahmen der Magnus-Hirschfeld-Tage 2016 veranstaltete unser Verein zusammen mit different people e.V. am 19./20. November ein queeres Tischtennisturnier im Sportcenter am Südring. In den Vorrunden am Samstag wurde die ungefähre Spielstärke der 18 Teilnehmer festgestellt und am Sonntag wurden in zwei Spielklassen die Sieger ermittelt. Dazu fanden an beiden Tagen insgesamt 114 Spiele statt. Auf dem Podest standen dann von unserem Verein Frank und Jörg auf den jeweils dritten Plätzen. Glückwunsch an sie und alle anderen Spieler, die an beiden Tagen viel Spaß hatten. Ganz besonderen Dank an Bert für die perfekte Organisation des Spielbetriebes.
Abseits der Tischtennisplatten wurde an beiden Tagen auch Badminton gespielt und zum Schluss blieb noch etwas Zeit für Individualspiele und Chinesisch.
Beide Vereine sind sich beim  Sport und gemeinsamen Mittagessen näher gekommen und werden sicherlich in Zukunft ähnliche Veranstaltungen durchführen.

<Wolf>

Rabenberg 2016: Auslaufmodell oder Neustart?

RabenbergBereits im Vorfeld machte sich Enttäuschung breit über die geringen Anmeldezahlen zur 14. Rabenberg-Veranstaltung der Chemnitzer Queerschläger. Die eigenen Leute waren nicht so recht oder so zahlreich wie früher zu begeistern, Gründe mannigfaltig.

Unser Rabenberg also ein Auslaufmodell?

Stärkste Fraktion bildeten die Leipziger Rosalöwen und retteten damit das Wochenende vom 12.-14. August 2016. Mit immerhin insgesamt 39 Teilnehmern konnte das Programm erfolgreich und gut gelaunt stattfinden. So gut, dass sich mehrere Tatkräftige an die Planung für die Neuauflage der Veranstaltung 2017 machten. Nötig ist ein neuer Schwung auf jeden Fall. Der Queerschläger Vorstand hat sich mehrheitlich gegen eine Neuauflage ausgesprochen aufgrund der geringen eigenen Nachfrage. Wichtigste Person darin aber, der Vorsitzende Uwe, steht nach wie vor fest zur Veranstaltung, die er schon Ewigkeiten leitet.

Der Queerschläger Rabenberg, was ist das aber!?
Hier für Unkundige die knappe Erklärung: Ein Mix aus Trainingscamp, Wettkampf und Party an einem Wochenende auf der Rabenberg-Anlage inklusive Übernachtung und Vollverpflegung. Eingeladen werden stets alle schwullesbischen Sportvereine der Region.
Zentrale Sportart ist Volleyball; Beachvolleyballer, Schwimmer, Wanderer, Badmintonspieler kommen ebenfalls satt auf ihre Kosten. Genutzt wurde von den Hobbysportlern meist fast alles, was die Anlage so hergibt:
Tischtennis, Kegeln, Sauna, Tennis, Leichtathletik, Squash.
Nicht zu vergessen aber auch: Kuchen essen, Kaffee trinken, Billard und Bier sowie Gedankenaustausch mit neuen und alten Freunden und Tanzen auf der Samstagabend-Party.

Organisation 2002 – 2016: SV Queerschläger e.V.
2017 ?

Kurze oder ausführliche Statements zu einem möglichen Rabenberg 2017, sehnlichst erwartet von Uwe, bitte an:

orga@rabenberg-wochenende.de oder einfach hier als Kommentar

viele liebe Grüße
Uwe, Marco

Dritter Ligaspieltag 2016 in Chemnitz

Samstag, der zehnte September. Milde Sonnenstrahlen kitzeln einen behutsam aus dem Schlaf. Ein strahlendblauer Himmel lässt Chemnitz in seinem besten Licht erscheinen. Liebliches Vogelgezwitscher. Anpfiff ist erst um zehn, genügend Zeit also für ein knuspriges Marmeladenbrötchen und ein Tässchen Kaffee dazu. Kein Wölkchen trübt das spätsommerliche Bild, ein prächtiger Tag kündigt sich an…

STOP!
STOP!
STOP!

Dieser Bericht ist doch schon geschrieben worden! Das war genau vor einem Jahr, als der Spieltag gleichermaßen traumhaft begann und sich dann aus sportlicher Sicht zum Alptraum entwickelte. Damals sind wir aus dem B-Level rausgeflogen, in das wir uns im Vorjahr heldenhaft hineingekämpft hatten. Doch inzwischen ist viel Zeit vergangen. Ein Jahr, in dem wir regelmäßig trainiert haben und eine stabile Ligamannschaft formieren konnten. Unser Spielvermögen hatte mittlerweile solide B-Qualität erreicht. Was uns Queerschlägern längst klar war, musste nur noch den Mitbewerbern schonend beigebracht werden: Wir gehören in der Liga ins B-Niveau!

Die Ausgangssituation in diesem Jahr war für einen Aufstieg optimal. Mit nur einem Spielverlust in den beiden vorangegangenen Spieltagen waren wir Tabellenführer und konnten nur noch durch Verquickung unglücklicher Umstände vom Thron geschubst werden. Doch davon hat man ja schon oft genug gehört…

Die Vorgeschichte des Chemnitzer Spieltages bestand aus einer Anhäufung kleinerer und größerer Pannen. Zum einen wurde ziemlich plötzlich die lange geplante Party im Fuchsbau abgesagt (was aber im Nachhinein betrachtet keinen Verlust darstellte), des Weiteren wurde die auserwählte Lokalität zum Spielerempfang kurzfristig geschlossen. Ins Ausweichquartier im Cafe Moskau hatte es allerdings keinen einzigen Spieler verschlagen, weil die auswärtigen Gäste zum Teil durch Autopanne arg verspätet waren, zum Teil durch Mannschaftsauflösung oder anderes Theater überhaupt nicht anreisten, die restlichen Spieler fuhren sofort zum Gastgeber oder kamen erst am Samstag früh zur Sporthalle. Im Cafe Moskau jedenfalls wartete unser Vereinspräsident Uwe vergeblich auf Gesellschaft und bekam dabei einen Hals wie ein Ochsenfrosch (nicht so schleimig, dafür dreimal so geschwollen). Zu Recht! Mit dieser Aufopferung hat Uwe eigentlich einen Orden verdient!

Dritter Ligaspieltag 2016 In Chemnitz
Dritter Ligaspieltag 2016 In Chemnitz

Ich selbst konnte dem Turnier nicht von der ersten Minute an beiwohnen. Um meinen Übernachtungsgästen ein behagliches Ambiente zu bieten, musste noch ein beispielloser Aufräum- und Reinigungsstau bewältigt werden. Das zog sich den ganzen Vormittag, und für diesen Kraftakt hätte ich mindestens genauso einen Orden verdient. Inzwischen stand die Sonne schon im Zenit. Wie wird es meiner Mannschaft wohl ergangen sein? Hatte sie auf das solide Fundament aufgebaut? Oder schon alles versaut?

Diese Fragen beantworteten sich Momente später von allein. Der erste Anblick meiner Mannschaftskameraden am mannigfaltigen Spielerbuffet verriet schon alles. So tiefenentspannt hatte ich sie noch nie bei einem Turnier erlebt. Völlig relaxed saßen sie beieinander, naschten von den Köstlichkeiten und scherzten herum. Übersetzt hieß das: AUFSTIEG IST SICHER!

Das Auftaktspiel gegen Hamburg hatten die Queerschläger in zwei Sätzen gewonnen, der erste wohl ziemlich deutlich, der zweite hart umkämpft. Damit war die Tabellenspitze gesichert. Im folgenden Spiel besiegten die Rosa Löwen aus Leipzig ihre Braunschweiger Gegner in zwei Sätzen, danach folgte die Partie Hamburg gegen Halle. Hamburg holte sich verdient den ersten Satz, hatte dann aber keine richtige Lust (oder Kondition) mehr, um dem stärker werdenden Gegner Paroli zu bieten. Die folgenden beiden Sätze gingen nach zähem Ringen an die Saaleperlen aus Halle.

Das Match Chemnitz gegen Braunschweig verstrich hingegen im Eilzugtempo. In zwei äußerst kurzweiligen Sätzen zeigte unser Ligateam dem Kontrahenten, was man in der letzten Zeit alles so gelernt hatte: saftige Aufschläge, variable und ideenreiche Spielzüge, zornige Angriffe von jeglicher Position, hier und da ein listiger Trick, Monsterblocks und sicheres Abwehrverhalten. Da hat das Zuschauen richtig Spaß gemacht, wenn man nicht gerade ein Braunschweiger Fan war.

Das folgende Spiel hingegen war wieder zäh wie Leder. Leipzig und Halle hatten wohl viel zu viel Respekt voreinander (oder war es doch Sympathie?), um dem Gegner mal richtig zu zeigen, wo der Hammer hängt. Die Führung schwappte ständig hin und her und keiner schien sie richtig haben zu wollen. Nach drei Sätzen schließlich blieb der Sieg an den Rosa Löwen haften.

Gleiches traf für das Match Hamburg gegen Braunschweig zu. Auch hier brauchten zwei müde Gegner die volle Spielzeit, um herauszufinden, wer wohl der bessere ist. Braunschweig setzte sich mit 2:1 durch.

Im letzten Spiel des Turniers trafen die Queerschläger auf die Saaleperlen. Auch das war eine Augenweide für alle Zuschauer. Davon gab es in der riesigen Richard- Hartmann- Halle leider viel zu wenige (wohlwollend aufgerundet waren es zehn, inclusive Hallenwart und Hausmeister). Die Saaleperlen waren sicher noch etwas beeindruckt von unserer Machtdemonstration gegen Braunschweig, doch sie leisteten tapfer Widerstand. Und auch unsere Jungs hatten wieder ein paar Zacken zurückgedreht, denn es soll ja auch noch Spaß machen.

Inzwischen war es schon um sechs, acht Stunden für sieben Spiele, das muss man sich leisten können! Schade, dass die Mannschaften aus Berlin und Hannover dem Turnier ferngeblieben sind. Auf den unbespielten Feldern der überdimensionierten Halle wären sicherlich noch schöne Partien zustande gekommen. Auch hätte das liebevoll hergerichtete Buffet noch ein paar Dutzend Esser mehr vertragen können, ganz zu schweigen von den vielen leeren Betten und den darüber traurigen Gastgebern…

Das lustige Abendessen im Chemnitzer Ratskeller hätte einen eigenen Bericht verdient. Doch obwohl es in keinerlei Hinsicht ein Höhepunkt war, wird es auch ohne penible Buchführung in lebhafter Erinnerung bleiben.

Ein Dankeschön an unsere lieben Gäste. Sicherlich sehen wir uns auf dem einen oder anderen Turnier wieder, spätestens aber zu unserem 20. Geburtstag im nächsten Jahr. Danke auch an die Organisatoren, alle Helfer am Buffet und in der Sporthalle, den Gastgebern und vor allem unserem Vereinspräsidenten Uwe.

Frank M.

Ergebnisse:

  • Chemnitz – Hamburg 2:0
  • Leipzig – Braunschweig 2:0
  • Hamburg-Halle 1:2
  • Chemnitz-Braunschweig 2:0
  • Halle-Leipzig 1:2
  • Hamburg-Braunschweig 1:2
  • Chemnitz-Halle 2:0
tabelle3